Social Media in Schweizer Gemeinden: Eine Frage der Grösse?
Je mehr Einwohnerinnen und Einwohner eine Gemeinde zählt, desto wahrscheinlicher ist ihre Präsenz auf Social Media. Das zeigt die Gemeindestudie 2026 von Gromann Partner. Aber: Die kleinen Gemeinden, welche auf Social Media sind, tendenziell mehr Follower als Städte.
Je grösser die Gemeinde, desto selbstverständlicher ist Social Media.
Die Gemeindestudie 2026 zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen der Grösse einer Gemeinde und ihrer Präsenz auf Social Media. Mit steigender Einwohnerzahl nimmt nicht nur die Nutzung zu – sie wird zur kommunikativen Grundausstattung.
Kleine Gemeinden sind deutlich seltener aktiv.
Nur 19,6 % der Gemeinden mit bis zu 500 Einwohnerinnen und Einwohnern nutzen Social Media aktiv. Bei Gemeinden mit 501–2000 Einwohnern steigt der Anteil auf 39,8 %, bei 2001–5000 Einwohnern bereits auf 56,1 %. Social Media bleibt in kleinen Gemeinden häufig eine Zusatzaufgabe – ohne klare Strategie, Ressourcen oder Zuständigkeiten.
Ab mittlerer Grösse wird Social Media zum Standard.
Gemeinden mit 5001–7000 Einwohnern sind zu 68,6 % präsent, bei 7001–10 000 Einwohnern bereits 82,8 %. Spätestens hier wird sichtbar: Digitale Kommunikation dient nicht nur der Information, sondern auch dem Dialog, der Transparenz und der Nähe zur Bevölkerung.
Grosse Gemeinden fast flächendeckend aktiv.
Bei Gemeinden mit über 10 000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt der Anteil bei 97,7 %. Social Media ist hier kein Experiment mehr, sondern ein etabliertes Instrument der Gemeindekommunikation – mit klaren Zielen, professionellen Abläufen und wachsender Bedeutung im Alltag.
Klein, aber relativ viele Follower
Die Studie zeigt allerdings auch: Wenn kleine, periphere Gemeinden auf Social Media sind, haben sie tendenziell mehr Follower im Vergleich zu ihrer Grösse, als grössere Gemeinden und Städte. Weshalb das so ist, hat die Studie nicht erhoben. Ein Erklärungsversuch: Gerade in kleinen, peripheren Gemeinden nimmt die Abdeckung durch klassische Medien ab. Die Menschen informieren sich zudem mehr online – und nutzen die Gemeindekanäle zur Information.
Studie herunterladen
Alle Zahlen, Grafiken und Einordnungen finden Sie in der Gemeindestudie 2026. Die Studie können Sie kostenlos bestellen oder herunterladen.
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