Mit den besten Empfehlungen
Eines der effizientesten Instrumente im Employer Branding sind die eigenen Mitarbeitenden: Wenn sie ihren Job weiterempfehlen, können sie damit viele potenzielle Talente motivieren. Worauf sie dabei achten, zeigt eine Befragung von über 7’000 Mitarbeitenden im öffentlichen Dienst.
Schon mal etwas gehört vom ENPS? Der Employee Net Promoter Score beschreibt die Bereitschaft von Mitarbeitenden ihren Arbeitgeber weiterzuempfehlen. Er ist eine Messgrösse für die Attraktivität eines Arbeitgebers. Arbeitnehmende beschreiben auf einer Skala von 0 bis 10, wie wahrscheinlich sie einer bekannten oder befreundeten Person ihren Job empfehlen würden – wobei 0 als unwahrscheinlich und 10 als sehr wahrscheinlich gilt. Diesen ENPS füllten über 9’000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in Deutschland aus. Die Ergebnisse flossen in das «Bleibebarometer Öffentlicher Dienst» von 2022 ein. Die Erkenntnisse daraus sind höchst interessant und geben auch Anhaltspunkte auf die Situation in der Schweiz.
Angestellte, die ihren Arbeitgeber mit 0 bis 6 bewerten, gelten als Kritiker. Solche, die mit 7 und 8 bewerten, als Passive und solche die mit 9 und 10 bewerten als Promotoren. Sind also 45 Prozent der Angestellten Kritiker (0 bis 6), 33 Prozent Passiv (mit 7 und 8) und 21 Prozent Promotoren, dann ergibt sich folgende Rechnung: -45+21= -24. Der ENPS-Score beträgt also -24. Dies war der Fall bei der Gesamtheit aller befragten Personen. Der ENPS-Score ist eine einfache Kennzahl mit der sich zeigen lässt, ob Massnahmen zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit gegriffen haben.
Doch wie kann die Bindung zum Arbeitgeber verbessert und damit auch die Weiterempfehlungsrate erhöht werden? Das Bleibebarometer Öffentlicher Dienst 2022 liefert auch dazu Erkenntnisse. Die wichtigsten Faktoren, die sich auf die Weiterempfehlungsrate auswirken sind folgende:
- Arbeitsklima
- Vereinbarkeit Beruf und Familie
- Zufriedenheit mit Vorgesetzten
- Persönliche Entwicklungsmöglichkeiten
- Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit
- Ausstattung des Arbeitsplatzes
- Bezahlung
- Führungskräfte berücksichtigen Ideen und Vorschläge der Beschäftigten
- Kenntnis der Ziele der Behörde
Für die Weiterempfehlung ist es also am wichtigsten, dass sich Arbeitnehmende wohl und ernst genommen fühlen, verständnisvolle Vorgesetzte haben und ihre Arbeit als sinnstiftend empfinden. Wenn diese Faktoren zutreffen, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sie ihre Arbeit weiterempfehlen. Übrigens: Die Bezahlung rangiert erst weit hinten an 7. Stelle der Kriterien.
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