Gemeindestudie 2025: Wie Gemeinden Social Media nutzen
Zum zweiten Mal hat Gromann Partner alle 2 131 Schweizer Städte und Gemeinden auf ihre Social-Media-Präsenz untersucht. Viele Gemeinden nutzen Social Media häufiger – besonders in einigen Kantonen.
In der Schweiz sind digitale Medien und Social Media auf dem Vormarsch. Dies nicht nur in quantitativer Hinsicht, bei den Nutzerzahlen, Impressions und Interaktionen. Zwei Drittel aller Schweizerinnen und Schweizer sind mehrmals täglich auf Social Media. Gemäss Medienmonitor 2024 hat Social Media mittlerweile sogar mehr Meinungsmacht als die Printmedien.
Zögerliche Gemeinden
Trotzdem nutzen Schweizer Städte und Gemeinden die sozialen Medien weiterhin nur sehr zögerlich. Nur gerade 36.6 %, also ein Drittel der Gemeinden, hat ein Social-Media-Profil – wobei die regionalen Unterschiede sehr gross sind. Dabei gibt es längst klare Belege für den Erfolg: Die Gemeinden im Kanton Neuenburg erreichen über die Hälfte der Bevölkerung mit Facebook. Ähnlich wie ihre Vorbilder in Frankreich, deren Kommunen Social Media ganz selbstverständlich nutzen.
Aktuelle Zahlen
Diese und weitere Fakten hat die zweite quantitative Studie von Gromann Partner zur Präsenz aller 2 131 Schweizer Städte und Gemeinden in den drei wichtigsten Social-Media-Kanälen ergeben. Die Daten leisten einen Beitrag zur Diskussion um die Kommunikation der öffentlichen Verwaltung. Denn diese steht vor riesigen Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Digitalisierung oder Staatsverweigerung: Themen, bei deren Bewältigung Kommunikation eine zentrale Rolle spielt.
Röstigraben bei Facebook
Bereits in der Gemeindestudie von 2024 zeigte sich bei Social Media ein Röstigraben zwischen den Sprachregionen. Auf Facebook hat er sich nun noch akzentuiert: Hier sind die Unterschiede zwischen der Deutschschweiz auf der einen und der Westschweiz und dem Tessin auf der anderen Seite weiterhin gross. Die Anzahl Follower pro 1 000 Einwohnerinnen und Einwohner in der Westschweiz, im Tessin und in der rätoromanischen Schweiz ist um drei- bis viermal höher als in der Deutschschweiz. Als grösster Kanal wuchs Facebook absolut und auch relativ am wenigsten stark mit rund 79 000 Followern, das entspricht rund 8 % im Vergleich zum Vorjahr.
Grösstes Wachstum bei Instagram
Auf Instagram dagegen haben sich die Sprachregionen angeglichen. Die Deutschschweiz hat neu im Durchschnitt gar mehr Gemeinden mit einem Profil als die anderen Sprachregionen. Sie hinkt aber bei den Followerzahlen hinterher. Hier hat die Deutschschweiz pro Einwohnerinnen und Einwohner weniger Follower als die restlichen Sprachregionen. Absolut gesehen verzeichnete Instagram das grösste Wachstum der drei Plattformen, mit zusätzlich fast 137 000 Followern, das entspricht einem Wachstum von rund 30 %.
LinkedIn holt auf
Bei Linkedin liegen die Deutschschweiz und die Westschweiz fast gleichauf. Ausser bei den Followerzahlen. Hier liegt die Deutschschweiz bei den Followern pro 1 000 Einwohnerinnen und Einwohner auf dem zweitletzten Platz vor der rätoromanischen Schweiz. Es ist aber festzuhalten, dass im Tessin und in der rätoromanischen Schweiz Linkedin bei den Gemeinden deutlich weniger stark verbreitet ist. Relativ gesehen wuchs der Kanal am stärksten mit rund 50 %, was 110 000 Followern entspricht.
Ausblick
Der Vergleich der aktuellen Daten, mit denen aus der Erhebung vom Vorjahr zeigte, wie dynamisch die Nutzung von Social Media in den Gemeinden ist: Es reicht nicht, die Anzahl Follower zu halten. Wenn eine Gemeinde den Spitzenplatz halten will, muss sie massiv an Follower dazugewinnen. Und das ist nur möglich, indem sie attraktiven Content schafft, der bei den Nutzerinnen und Nutzern als relevant angesehen wird. Insofern ist es weiterhin spannend zu beobachten, wie sich die Social-Media-Nutzung in immer mehr Gemeinden etabliert – und in den Gemeinden mit bereits bestehenden Accounts erweitert. Die vorliegende und die zukünftigen Erhebungen werden es erlauben, die Nutzung von Social Media in den Schweizer Gemeinden immer besser zu verstehen und zu analysieren.
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